1995
Der Tag der offenen Tür am 6. Mai 1995 im Kreisbetrieb Bremgarten stösst auf grosses Interesse: Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher lassen sich über praktische Möglichkeiten der Energieoptimierung und der rationellen Energieanwendung orientieren und erhalten Einblick in die täglichen Aufgaben des Personals sowie den Betrieb eines Flusskraftwerkes.
Während des Winters 1995/96 beliefert das AEW – erstmals seit seiner Gründung – Kunden direkt mit Wärme aus Wärmeverbunden. Als Energiequellen dienen vorwiegend Holzschnitzelfeuerungen und Wärmepumpenanlagen. Der Einsatz der Wärmepumpen für Einzelheizungen hat stark zugenommen.
Im selben Jahr nimmt auch die Regionale Netzleitstelle Nord in Turgi ihre Tätigkeit auf. Mit dem Vertrag mit dem Kanton Aargau über den Aufbau und Betrieb des kantonalen Telekommunikationsnetzes beginnt die Ära des Telekommunikationsgeschäftes.
3. Mai 1995 Gründung der Limmatkraftwerke AG, an der die AEW mit 40 % beteiligt ist.
Am 27. Juni 1995 wird die Aktiengesellschaft Fernwärme Siggenthal gegründet. Das AEW ist mit 27,3 % beteiligt.
1996
In Zusammenarbeit mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ), den industriellen Betrieben Aarau (IBA) und dem Verband Aargauischer Stromkonsumenten (VAS) betreibt das AEW seit dem 1. Dezember 1996 den kantonalen Zählerpool in federführender Rolle. Dank dieser Organisation können Wiederverkäufer und weitere Kunden kostengünstig und flexibel mit Tarifapparaten bedient werden. Das Angebot wird rege genutzt.
Ein Jahr nach der Regionalen Netzleitstelle Nord wird auch die Zentrale Netzleitstelle in Aarau in Betrieb genommen.

1998
Das AEW baut sein Angebot weiter aus: Die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien ist ein Beitrag zum Erhalt und Aufbau einer nachhaltigen Stromproduktion. Umweltbewusste Kunden können neu einen frei wählbaren Energiemix aus Sonnenstrom oder aus im Kleinkraftwerk Bruggmühle erzeugtem Wasserstrom nutzen. Für die bereitgestellte erneuerbare und umweltfreundliche Energie bezahlt der Kunde einen kleinen Aufpreis. Der Erlös wird grösstenteils den Stromproduzenten zurückerstattet und der Rest fliesst in einen Fonds, dessen Mittel als Investitionskostenbeitrag an neue, geeignete Kleinanlagen verwendet werden, die aus erneuerbaren Energien Sonnen- und Wasserstrom produzieren.
Dieses Angebot ist ein voller Erfolg: Über 2500 Kunden machen im Dezember 1998 davon Gebrauch und kaufen Strom aus erneuerbaren Energien.
21.12.1998 – Gründung der BEC AG in Rheinfelden.
Sie erbringt Dienstleistungen im Energiesektor und in der Lieferung insbesondere von elektrischer Energie, Gas, Dampf, Wärme, Kälte und weiteren zweckdienlichen Prozessmedien. Die AEW ist mit 42 % beteiligt.
1999
Als das Aargauer Stimmvolk am 27. September 1998 über die wohl grundlegendste Reform in der Energiepolitik der letzten Jahrzehnte abzustimmen hat, wird die Anpassung des Energierechtes angenommen und das AEW kann in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt werden. Der traditionelle Energiekanton schreitet unter dem Motto “mehr Markt, weniger Staat, mehr soziale und ökologische Verantwortung“ mutig auf die neuen Herausforderungen zu.
Das 1916 als selbstständige Unternehmung des Kantons Aargau mit Sitz in Aarau gegründete AEW wird auf den 1. Oktober 1999 in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft unter dem Namen AEW ENERGIE AG umgewandelt.
Zur Bearbeitung der Jahr-2000-Problematik war bereits 1996 eine Projektgruppe eingesetzt worden. In einer ersten Phase definierte sie die kritischen Anwendungen und überprüfte gemeinsam mit den Lieferanten der entsprechenden Hard- und Software deren Jahr-2000-Fähigkeit. Im Bereich der kommerziellen Informatik waren keine Schwierigkeiten zu erwarten, bei den technischen Systemen wurden die erforderlichen Massnahmen eingeleitet. Als wichtigstes Vorhaben erwies sich die Notwendigkeit, die zentrale Netz- und Lastführung Jahr-2000-fähig zu machen. Diese unausweichliche Aufgabe wurde als Chance genutzt, die Lebensdauer des Leitsystems, das sich in der täglichen Praxis gut bewährt hatte, deutlich über das Jahr 2000 hinaus zu verlängern und zu zentralisieren.
Im Januar 1999 startet dann das Projekt ELSA 2000 (Einleitstellen-Konzept Aarau) zur Realisierung einer zentralen Netzleitstelle in Aarau und einer Notleitstelle am Standort Lenzburg im Hinblick auf das Jahr-2000-Problem. Die Inbetriebnahme der Jahr-2000-fähigen ZNL mit einem neuen Betriebskonzept findet im Oktober statt.
Ende 1999 nimmt zudem die Jahr-2000-fähige Notleitstelle Lenzburg (NLS) ihren Betrieb auf.
Die Regionalen Netzleitstellen Süd und Nord werden aufgehoben. Ironie des Schicksals ist, dass in der ZNL am 31. Dezember 1999 gegen 17.00 Uhr ein Rechner wegen eines Haarrisses auf der Hauptplatte aussteigt. Dieser Ausstieg hat allerdings nichts mit dem Millenniumswechsel zu tun, denn genau dieser Rechner war ausgetauscht worden, weil sein Vorgänger nicht Jahr-2000-tauglich war.
Am 26. Dezember 1999 fegt der aussergewöhnlich starke Orkan „Lothar“ über Westeuropa und die Schweiz. Er richtet vor allem in Frankreich, Deutschland und der Schweiz enorme Schäden an.

2000


2001
Die AEW Energie AG und der Kanton Aargau sind mit je 14 % beteiligt. Mitglieder der Axpo sind die Elektrizitätswerke der Kantone Aargau, Zürich, Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen und beider Appenzell sowie die Nordostschweizerischen Kraftwerke. Basis der Bezeichnung bilden der NOK-Gründungsvertrag und der Kantonswerkvertrag.
26.9.2001- Gründung der Axpo informatik AG, an der die AEW mit 14,4 % beteiligt ist.
2002
2003
15.12.2003 Gründung der Certum Sicherheit AG; Beteiligung AEW: 20 %
Das Unternehmen bezweckt die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Sicherheit elektrischer Installationen und Anlagen sowie Tätigkeiten für Betreiber von Verteilnetzen für elektrische Energie.
2005
2007
Baubeginn des neuen Wehrkraftwerkes Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern. Die Anlage wird ab Ende 2009 ihre Gesamtproduktion um 120 Mio. kWh steigern. Die AEW Energie AG ist an der Gesellschaft mit 12 % beteiligt.








